Rätselhaftes Fischsterben an Costa Ricas Pazifikküste

Rätselhaftes Fischsterben an Costa Ricas Pazifikküste
Rätselhaftes Fischsterben an Costa Ricas Pazifikküste Tote Fische geben Rätsel auf - Behörden tappen im Dunkeln 00:00:38
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Tote Fische geben Rätsel auf - Behörden tappen im Dunkeln

Ein grässlicher Gestank liegt über dem Golf von Nicoya an der Westküste Costa Ricas: Massenweise tote Sardellen wurden an den Strand gespült. Die Ursache für dieses Massensterben ist noch nicht geklärt, die Behörden tappen im Dunkeln. 

Rund acht Quadratkilometer sind von Fischkadavern übersät

Das rätselhafte Fischsterben an Costa Ricas Pazifikküste hat ein gigantisches Ausmaß. Eine Fläche von rund acht Quadratkilometern ist an der Meeresbucht 'Golf von Nicoya'
mit toten Sardellen übersät. Was die Tiere getötet hat, konnten Biologen und andere Experten bislang noch nicht klären. Proben von den toten Fischen und Wasserproben blieben bislang ergebnislos. Eine mögliche Ursache könnten bestimmte Mikroalgen oder aber auch Sauerstoffmangel sein. Giftige Substanzen stehen ebenfalls im Visier der Experten.

Am Donnerstag wurden die Menschen der Region durch die Behörden aufgefordert, auf Fischerei, Handel und Verzehr der Fische aus den Orten Abangaritos und Manzanillo in der Provinz Puntarenas zu verzichten. Diese Vorgabe gelte solange, bis die Ursache für das Fischsterben geklärt ist. Außerdem sollte das Baden im Meer vermieden werden. Der Golf von Nicoya liegt rund 150 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt San José und ist auch eine wichtige Tourismusregion.

Am Mittwoch trat das rätselhafte Fischsterben auf. Die Bewohner der betroffenen Küste wurden von dem Fischgestank an den Stränden geweckt. Die Zeitung 'La Nación' berichtet, dass sich die Geier und immer mehr Fliegen über die Kadaver hermachten. Zudem sei ein Teil der toten Fische bereits zurück ins Meer geschwemmt worden.

Costa Rica liegt im Herzen Mittelamerikas und gilt als Naturparadies. Ökotourismus ist neben Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mit seinen Regen- und Mangrovenwäldern, Stränden und Vulkangebieten bietet das Land sowohl Touristen als auch Forschern Möglichkeiten zur Beobachtung vielfältiger Pflanzen- und Tierarten.