Landgericht Düsseldorf: Zehn Jahre Haft nach Ausbeutung von Prostituierten

Düsseldorfer Landgericht
Düsseldorfer Landgericht. Foto: Martin Gerten/Archiv © deutsche presse agentur

Das Düsseldorfer Landgericht hat einen selbst ernannten "Heiligen" wegen schweren Menschenhandels und Zuhälterei für zehn Jahre ins Gefängnis geschickt. Seinen Helfer verurteilte das Gericht zu acht Jahren Haft. Das Duo habe Frauen mit Druck, Gewalt und einem "hinterlistigen Schauspiel" in die Prostitution getrieben und sexuell extrem ausgebeutet. Dazu habe sich der Haupttäter als "Heiliger" inszeniert.

Vor Gericht hatte das Duo zugegeben, sich die Masche ausgedacht zu haben, um noch mehr Geld aus den Frauen herauszuholen. Die mussten wie Sklavinnen bis zu 18 Stunden am Tag anschaffen und sämtliche Einnahmen abgeben. Der Vorsitzende Richter bezeichnet die Tatumstände als "abstoßend" und "abartig".


Quelle: DPA