Klimawandel: Permafrost auf der Zugspitze bis 2080 wahrscheinlich verschwunden

Ein Bergsteiger nutzt am 10.06.2016 in Garmisch-Partenkirchen (Bayern) das schöne Wetter um zum Gipfelkreuz auf der Zugspitze zu klettern
Der Permafrost ist auf der Zugspitze 2080 weg © dpa, Sven Hoppe, shp jhe sja

Der schützende Permafrost an der Zugspitze könnte nach Berechnungen des Bayerischen Landesamts für Umwelt schon in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts um das Jahr 2080 herum verschwunden sein.

Ohne Permafrost mehr Steinschlag und Felsstürze

„Die Zugspitze ist ein wichtiger Indikator für den Klimawandel in Bayern. Die Bohrung im Gipfelbereich der Zugspitze zeigt, dass es in den Alpen immer wärmer wird“, sagte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) zur Veröffentlichung einer neuen Studie. Der Alpenraum reagiere besonders sensibel auf den Klimawandel, hieß es weiter. Schwinde der Permafrost in den Bergen, sei häufiger mit Steinschlag und Felsstürzen zu rechnen.

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Alpen: Temperaturanstieg um 1,5 Grad in den letzten 100 Jahren

In den vergangenen 100 Jahren ist die Temperatur in den Alpen demnach mit 1,5 Grad doppelt so stark gestiegen wie im globalen Durchschnitt. Eine Folge sind schmelzende Gletscher: In 20 bis 30 Jahren könnten, bis auf den Höllental-Gletscher auf der Zugspitze, alle bayerischen Gletscher verschwunden sein.