Klimawandel: Europa wird voll getroffen - und leidet unter den Schäden

Sturmschäden in Framersheim
Am 8. Juli wütete in Framersheim in Rheinland-Pfalz ein schlimmer Sturm, der auch die Versicherungen teuer zu stehen kam. Ganz zu schweigen von den Schäden für die Menschen. © dpa, Christoph Schmidt

Vor allem der Süden Europas leidet enorm

Der Klimawandel hat heute schon deutliche Auswirkungen auf Europa - und trifft den Süden und die Küsten des Kontinents besonders hart. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Klimabericht der Europäischen Umweltagentur (EEA), der in Kopenhagen veröffentlicht wurde. Steigende Meeresspiegel und extremes Wetter wie Hitzewellen, Überflutungen, Dürren und Stürme stellen demnach eine immer größere Gefahr dar. Doch auch Mitteleuropa drohen immer mehr Hitzeextreme, Überschwemmungen und Waldbrände. 

Extremwetter kostete seit 1980 400 Milliarden Euro

Schwerer Sturm durch Klimawandel
Schwere Stürme nehmen zu - ein Zeichen des Klimawandels. © dpa, Patrick Seeger

Der Bericht, den die Umweltagentur alle vier Jahre veröffentlicht, wertet die Risiken des Klimawandels für die Ökosysteme, die Gesundheit der Menschen und die Wirtschaft in Europa aus. Seit 1980 haben klimaabhängige Extremwetter die Mitgliedstaaten der Europäischen Umweltagentur demnach mehr als 400 Milliarden Euro gekostet. Vor allem am Mittelmeer werde es künftig noch teurer werden, warnte die EEA.

Überschwemmungen hätten im vergangenen Jahrzehnt Millionen Menschen in Europa betroffen. Zehntausende seien aufgrund der intensiven Hitze gestorben. Die Erkenntnisse des Berichts in Bezug auf die Zunahme von Klimaextremen in Europa zeige, "wie wichtig ambitionierte Klimaschutz- und -anpassungsmaßnahmen sind", kommentierte Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.

"Das Ausmaß des künftigen Klimawandels und seine Auswirkungen hängen davon ab, wie effektiv unsere globalen Vereinbarungen umgesetzt werden, aber auch davon, dass wir sicherstellen, dass wir die richtigen Anpassungsstrategien haben, um die Risiken von derzeitigen und vorausgesagten Klimaextremen zu verringern", sagte der Direktor der Umweltagentur, Hans Bruyninckx, laut einer Mitteilung.