Blüten gegen Frost schützen ist schwierig, aber möglich

Vereisung schützt Blüten
Vereisung schützt Blüten So schützen die Bauern ihre Blüten vor Frost 00:00:36
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Der Apfelblüte kann geholfen werden

Frostschäden im Frühling können die Ernteerträge bei den Obstbäumen stark dezimieren. Zugegeben: Man ist ziemlich machtlos gegen die Kälte, die oft noch im April oder sogar im Mai - man denke an die Eisheiligen oder die berühmte Schafskälte im Juni - in die Blüten kriecht und alles zerstört. Ein paar Möglichkeiten kann man aber auch im heimischen Garten ausprobieren, um die Blüten zu schützen.

Blüten gegen Frost schützen ist schwierig, aber möglich
© picture alliance / blickwinkel/F, F. Hecker

Bei Bodenblühern ist es sicherlich am einfachsten, die Erde abzudecken. Damit kann man Erdbeeren zum Beispiel schützen und Kartoffeln. Planen oder Vlies halten die Bodentemperatur hoch. Bauern nutzen auch gerne Stroh. Auch bei Bäumen und Sträuchern hilft eine Plane, die über die Kronen gezogen werden kann.

Das A und O des professionellen Obstbauerns aber ist die Frostschutzberegnung, die allerdings sehr wasserintensiv ist. Man muss dabei die Blüten leicht beregnen und zwar so lange, wie es unter null Grad ist. Das Wasser aus dem Sprinkler gefriert auf den Blüten, es kommt zur sogenannten Erstarrungswärme. Diese Wärme schützt dann Ihre Blüte. Das Problem dabei: Man benötigt einen großen Sprinkler, zum Beispiel einen Kreisregner.

Wenn die Blüten schon richtig geöffnet sind, sind sie am empfindlichsten. Dann kann sie schon leichter Frost kaputt machen. Daher ist hier der Handlungsbedarf am größten.

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Man kann schon beim Pflanzen der Bäumchen oder Sträucher etwas gegen Kälte tun. Die Lage des Geländes ist mit entscheidend. Liegt das Gelände geschützt oder auf einer offenen Fläche? Ist es windanfällig oder in einer Tallage? Außerdem überstehen die Pflanzen leichte Fröste besser, wenn sie genügend bewässert wurden, auch schon im Winter. Ein trockener Boden macht sie also anfälliger.

Wer glaubt, hohes Gras sei ein guter Schutz vor Frost, der ist auf dem Holzweg. Denn ein kahler Boden hat eine höhere Wärmeabstrahlung. Das kann leicht bis zu zwei Grad Celsius ausmachen.

Ganz so machtlos ist der Kleingärtner also gar nicht im Kampf gegen die plötzliche und unerwartete Kälte. Und was tut man nicht alles für die Ernte?

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